70 Jahre · 1956 → Wien 2026
★ Das ultimative ESC-Archiv ★
GESCHICHTE DES
EUROVISION
Von sieben Ländern in einem Kasino in Lugano bis zu 200 Millionen Zuschauern weltweit — jeder Gewinner, jeder Skandal, jeder ikonische Moment. Das ist die Geschichte der größten Musikshow der Welt.
Eurovision in Zahlen
70
Ausgaben durchgeführt
52
Länder haben je teilgenommen
7
Länder mit 5+ Siegen
758
Max Punkte (Rekord 2023)
200M+
Spitzenzuschauer weltweit
2
Künstler haben zweimal gewonnen (Loreen, Logan)
35
Länder in Wien 2026
0
"Nul points" → ewige Schande
Sieben Jahrzehnte
Geschichte
Klicke auf ein Jahrzehnt, um seine prägenden Momente, Gewinner und Kontroversen zu entdecken.
1956
Die allererste Show — Lugano, Schweiz
Sieben Nationen trafen sich in einem Kasino in Lugano zur ersten Eurovision. Jedes Land sang zwei Lieder — eine Regel, die nie wiederkehrte. Die Schweiz gewann, wo die Show stattfand. Wichtig: Die Abstimmungsergebnisse von 1956 wurden nie veröffentlicht. Sie sind verloren. Für immer.
1957
Niederlande gewinnen die erste Wiederholung
Frankfurt richtete die zweite Ausgabe aus. Zehn Länder traten an, die Niederlande siegten. Neue Regel: Das Gewinnerland muss die nächste Show ausrichten — eine Tradition, die bis heute gilt.
1959
Teddy Bär wird zum ersten Superstar
Die Niederlande gewannen erneut und wurden zum ersten Land mit zwei Siegen in Folge. Die Begeisterung für Eurovision wuchs europaweit, da immer mehr Haushalte Fernseher bekamen.
1963
Der erste Gleichstand — Zwei Gewinner gleichzeitig
Der erste Gleichstand in der Eurovision-Geschichte. Es gab noch keine Tiebreaker-Regel, daher Chaos. Die Organisatoren erklärten schließlich beide Länder zu Gewinnern.
1967
Sandie Shaw geht barfuß in die Geschichte
Sandie Shaw trat barfuß auf und ihr fröhlicher Popsong wurde der meistverkaufte Eurovision-Gewinner der 60er. Der Sieg des UK sorgte für Jubel und brachte die Show nach Wien.
1969
Vierfacher Gleichstand — Die chaotischste Nacht der ESC-Geschichte
Spanien, UK, Niederlande und Frankreich landeten punktgleich. Es gab keine Tiebreaker-Regel — alle vier wurden zu Gewinnern erklärt. Österreich, Finnland, Norwegen, Portugal und Schweden boykottierten 1970 aus Protest.
1974
ABBA gewinnt mit „Waterloo“ — Der Moment, der alles veränderte
Wohl die wichtigste Nacht in der Eurovision-Geschichte. Schwedens ABBA gewann überzeugend mit „Waterloo“. Der Song katapultierte sie zum Weltstar — Eurovision wurde von da an ernst genommen.
1975
Teach-Ins „Ding Dinge Dong“ — Der verrückteste Gewinner
Die Niederlande holten sich den Sieg mit dem wohl absurdesten, aber eingängigsten Song der Geschichte. „Ding Dinge Dong“ ist unmöglich zu hassen und unmöglich zu erklären.
1979
Israel gewinnt zwei Mal in Folge — ein diplomatisches Wunder
Nach dem Sieg 1978 gewann Israel 1979 erneut und war das erste Land mit zwei Siegen in Folge. Die Austragung in Jerusalem sorgte für politische Kontroversen.
1980
Johnny Logan startet seine Dynastie
Johnny Logan wurde der einzige Mensch, der als Sänger zweimal und als Songwriter gewann. Sein Sieg 1980 legte den Grundstein für die irische Dominanz der folgenden Jahre.
1987
Hold Me Now — Irlands dritter Titel
Logans zweiter Sieg als Sänger — bis heute einzigartig. Die emotionale Ballade wurde einer der meistgespielten ESC-Gewinner aller Zeiten.
1988
Céline Dion gewinnt für die Schweiz — Ja, wirklich
Ein zukünftiger Weltstar gewann für die Schweiz mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem UK. Céline Dions Sieg zeigt, dass Eurovision schon immer ein Sprungbrett für Weltstars war.
1992
Irlands Vierer-Siegesserie beginnt
Von Johnny Logan geschrieben, brachte „Why Me?“ Irland den dritten Sieg in zehn Jahren. Irland gewann viermal in fünf Jahren — die Serie bankrottete den irischen Sender RTE fast.
1997
Katrina and the Waves — Love Shine a Light
Der fünfte Sieg des UK in Dublin mit der bis dahin höchsten Punktzahl. „Love Shine a Light“ bleibt einer der beliebtesten ESC-Gewinner aller Zeiten.
1999
Charlotte Nilsson — Schwedens dritter Titel
Schweden baute seine Tradition weiter aus. 1998 hatte Dana International als erste offen transgeschlechtliche Künstlerin gewonnen — ein Meilenstein für LGBTQ+-Repräsentation.
2003
t.A.T.u. Lip-Sync-Skandal — Russland schockt Europa
Obwohl sie nicht gewannen, löste t.A.T.u. den größten Vor-Skandal seit Jahren aus. Die Performance und das Abstimmverhalten lösten die bis heute andauernde „Bloc-Voting“-Debatte aus. Die Türkei gewann.
2006
Lordi bringen Heavy Metal zum Eurovision — und gewinnen
Finnland hatte seit 1961 nie gewonnen. Dann schickten sie die Monster-Kostüm-Heavy-Metal-Band Lordi — und gewannen mit der bis dahin höchsten Punktzahl. Der unerwartetste ESC-Gewinner aller Zeiten.
2009
Alexander Rybak stellt den Allzeit-Rekord auf
„Fairytale“ holte 387 Punkte — ein Rekord, der sechs Jahre hielt. Rybaks Geigenspiel, Charisma und pure Freude machten es zu einem der beliebtesten ESC-Sieger überhaupt.
2012
Loreens „Euphoria“ — vielleicht der größte Gewinner aller Zeiten
Als Loreen in Baku die Bühne betrat, ahnte niemand, was passieren würde. „Euphoria“ gewann haushoch. Der Song wurde ein echter Chart-Hit in ganz Europa. Viele halten ihn für den besten ESC-Song aller Zeiten.
2014
Conchita Wurst — ein Moment jenseits der Musik
Österreich hatte seit 1966 nicht mehr gewonnen. Conchita Wurst (Drag-Persona von Thomas Neuwirth) gewann überwältigend. Der Sieg wurde zu einem Meilenstein für LGBTQ+-Sichtbarkeit in Europa.
2016
Jamala gewinnt für die Ukraine mit einer politischen Bombe
Ein Lied über die Deportation der Krimtataren 1944 — nur zwei Jahre nach der Annexion der Krim durch Russland. Die Regel gegen politische Inhalte wurde getestet, aber nicht angewendet.
2021
Måneskin sprengen die Bühne — Rock ist zurück
Italiens erster Sieg seit 31 Jahren. Die rohe Rock-Energie von Måneskin begeisterte das Publikum. Die Band wurde danach weltweit zum Festival-Headliner.
2022
Kalush Orchestra gewinnt für die Ukraine im Krieg
Der emotionalste ESC-Gewinner seit Jahrzehnten. Während des russischen Angriffs auf die Ukraine gewann „Stefania“ durch massive Televote-Unterstützung. Das UK sprang als Gastgeber ein.
2023
Loreen schafft das Unmögliche — gewinnt erneut
Loreen wurde die erste Solokünstlerin, die zweimal gewann (nach Johnny Logan). „Tattoo“ holte die höchste Jury-Punktzahl der Geschichte. Schwedens siebter Sieg — neuer Allzeit-Rekord.
2024
Nemo gewinnt für die Schweiz — Nicht-binäre Geschichte geschrieben
Der erste Schweizer Sieg seit Céline Dion 1988. Nemo (nicht-binär) wurde der erste offen nicht-binäre ESC-Gewinner. „The Code“ brachte Eurovision 2025 nach Basel.
2025
Eurovision 2025 — Basel richtet erstmals aus
Die Schweiz richtete Eurovision erstmals in der Moderne aus. Österreichs JJ gewann mit einer atemberaubenden Opern-Pop-Performance und schickte Eurovision 2026 zurück nach Österreich.
Die meisten Siege
nach Ländern
— Siege —
1
🇸🇪
7
Schweden
1974, 1984, 1991, 1994, 1999, 2012, 2015, 2023
2
🇮🇪
7
Irland
1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996
3
🇱🇺
5
Luxemburg
1961, 1965, 1972, 1973, 1983
4
🇫🇷
5
Frankreich
1958, 1960, 1962, 1969, 1977
5
🇬🇧
5
Vereinigtes Königreich
1967, 1969, 1976, 1981, 1997
6
🇳🇱
5
Niederlande
1957, 1959, 1969, 1975, 2019
7
🇮🇹
3
Italien
1964, 1990, 2021
8
🇺🇦
3
Ukraine
2004, 2016, 2022
9
🇨🇭
3
Schweiz
1956, 1988, 2024
— Einzelrekorde —
Johnny Logan (Irland) gewann 1980 und 1987. Loreen (Schweden) gewann 2012 und 2023. Beide sind die einzigen, die zweimal als Lead-Sänger:in gewannen.
Ukraines Kalush Orchestra holte 2022 allein 439 Televote-Punkte. Der Gesamtrekord von 758 Punkten wurde 2024 von Nemo (Schweiz) in Malmö aufgestellt.
Norwegen (4×), Österreich (3×), Schweiz (2×) und weitere. Der letzte Nul-Points war Deutschland 2015. Mit dem heutigen Televoting fast unmöglich.
Österreich wartete 48 Jahre — von 1966 bis 2014. Luxemburg hält den Rekord für die längste Abwesenheit: letzter Auftritt 1993.
Rekord: 43 Länder 2018 in Lissabon. Die Einführung der Halbfinals 2004 ermöglichte diese Größe.
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🏅
Welches Gründungsland hat noch nie gewonnen?
Belgien! — Eines der sieben Gründungsländer 1956 und bis 2025 ohne Sieg. Knapp dran 1978 und 2003.
🎻
Wie viele Instrumente spielte Alexander Rybak bei „Fairytale“ 2009?
Nur die Geige — aber während er gleichzeitig sang, tanzte und 120 Millionen Zuschauer begeisterte. Geboren in Belarus, zog mit 6 nach Norwegen.
🎭
Welcher ESC-Gewinner verkaufte über 200 Millionen Platten weltweit?
ABBA — gewann 1974 mit „Waterloo“. Auch Céline Dion (1988) verkaufte über 200 Millionen.
📺
Was haben Australien, Marokko und China gemeinsam in der ESC-Geschichte?
Alle drei nahmen teil oder übertrugen Eurovision außerhalb Europas. Australien seit 2015, Marokko 1980, China 2018 (danach gesperrt wegen Zensur).
🗳️
Welches Land erhielt die meisten „douze points“ in einem einzigen Jahr?
Ukraine 2022 — Kalush Orchestra bekam 12 Punkte von 28 der 40 televotenden Länder. Ein historischer Solidaritätsbeweis während des Krieges.
🕯️
Was passierte im Jahr, in dem Eurovision zum ersten (und einzigen) Mal abgesagt wurde?
2020 — COVID-19 — Die geplante Show in Rotterdam wurde abgesagt. Stattdessen gab es die nicht-kompetitive Sendung „Eurovision: Europe Shine a Light“. Alle 41 Acts traten virtuell auf. 2021 fand die Show dann endlich in Rotterdam statt.
Eurovision 2026
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Vier Epochen, die
den Contest geprägt haben
🎤 Die Geburt
1956–1969
- Sieben Länder, ein Kasino in Lugano — 1956.
- Lys Assia gewinnt für das Gastgeberland.
- Der vierfache Gleichstand 1969 führt zur ersten großen Regelkrise.
- Sandie Shaw tritt barfuß auf (1967).
- Eurovision wird Symbol der europäischen Einheit.
🏆 Das Goldene Zeitalter
1974–1988
- ABBAs „Waterloo“ (1974) macht Eurovision zur Weltbühne.
- Johnny Logan gewinnt zweimal als Performer.
- Irland beginnt seine Dominanz.
- Céline Dion gewinnt für die Schweiz mit nur einem Punkt Vorsprung (1988).
🌍 Die Expansion
1990–2010
- Osteuropa kommt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs dazu.
- Televoting eingeführt (1998) — das Publikum hat Macht.
- Lordi gewinnt mit Heavy Metal (2006).
- Rybak stellt mit 387 Punkten Rekord auf (2009).
✨ Die Moderne
2012–Heute
- Loreens „Euphoria“ (2012) setzt neue Maßstäbe.
- Conchita Wurst (2014) — gesellschaftlicher Meilenstein.
- Måneskin (2021) bringt Rock zurück.
- Loreen gewinnt erneut (2023).
- Nemo schreibt nicht-binäre Geschichte (2024).
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